© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 41-09 vom 10. Oktober 2009

Herbe Vorwürfe
Architekt der GST Trakehnen packt aus

Viktor Horn hat dem Geschäftsführer der „Gesellschaft für Siedlungsförderung in Trakehnen m.b.H.“ (GST), Alexander Mantei, des Missbrauchs von Spendengeldern und des Erschleichens von Sozialleistungen bezichtigt. Horn war als Architekt an der Errichtung einer GST-Siedlung in Trakehnen beteiligt, für welche der damalige GST-Geschäftsführer Dietmar Munier in der Bundesrepublik Spenden gesammelt hatte.

Im Jahr 2006 hat sich Munier aus dem Projekt zurückgezogen und seine Geschäftsanteile an Mantei übertragen. Nun soll der neue Besitzer Mantei, so Horns Vorwurf, mit Spendengeldern finanzierte Häuser an Interessierte verkaufen. Russlanddeutsche Bewohner, die den Kaufpreis nicht entrichten können, müssten ihre Häuser verlassen. Trotz dieser Zweckentfremdung der Häuser werbe Mantei aber weiter Spenden für Trakehnen ein. Des Weiteren wirft Horn Mantei vor, in der Bundesrepublik Sozialhilfe zu beziehen, obwohl er im Königsberger Gebiet ein vermögender Mann sei. Eine gerichtliche oder auch nur staatliche Verifizierung dieser Vorwürfe hat noch nicht stattgefunden. Horn räumt ein, dass die russischen Behörden in Manteis Verhalten keine in ihre Zuständigkeit fallende Straftat erblicken können; und ob Mantei in unzulässiger Weise Sozialhilfe erschleicht, prüfe die Arbeitsagentur noch. Das Ergebnis dieser Prüfung bleibt abzuwarten.       PAZ


Artikel per E-Mail versenden
  Artikel ausdrucken Probeabo bestellen Registrieren